Juni 2017 – Forderung nach schneller Einberufung der Kommission

Gymnasialeltern fordern schnelle Einberufung der im Koalitionsvertrag festgeschriebenen Kommission!

„Wir brauchen stabile und stimmige Arbeitsbedingungen an saarländischen Gymnasien“ bewerten die Vorsitzenden der Landeselternvertretung der Gymnasien Rödder und Dehner die Kontroversen zum Leistungsbewertungserlass. Zwar begrüßen Eltern der verschiedenen Schulformen übereinstimmend die neuen Möglichkeiten, die der Erlass für die individuelle Förderung und moderne Unterrichtsmethoden eröffnet. Nach Aussage der Elternvertreter berücksichtigt der Leistungsbewertungserlass aber zu wenig die unterschiedlichen Lehr- und Lernbedingungen an den verschiedenen Schulformen. An den Gymnasien wird zielgleich unterrichtet und dabei eine besonders große Stoffmenge vermittelt. Die Eltern befürchten beispielsweise, dass in Klassen mit 25 Schülern die Abnahme von 25 einzelnen mündlichen Prüfungen zu einem zu großen Zeitverlust führen könnte. Die Flexibilisierungen und Individualisierungen bei Prüfungen, die der neue Erlass fordert, sind dadurch erschwert oder stehen sogar im Widerspruch zum Bildungsauftrag.

Im August soll mit dem Beginn des nächsten Schuljahres der Erlass an den saarländischen Gymnasien umgesetzt werden. Laut Koalitionsvertrag ist eine Kommission einzuberufen, die sich u.a. mit einer Überarbeitung des Leistungsbewertungserlasses beschäftigen wird. Um unnötige Belastungen für Lehrkräfte und Schüler zu vermeiden, fordert die LEV Gymnasien einen zügigen Start der Kommissionsarbeit sowie eine Aussetzung des derzeitigen Erlasses für die Gymnasien bis zur Einigung des Gremiums.