Juli 2017 – LEV Gymnasien freut sich über Auswahl in der Oberstufe

LEV Gymnasien freut sich über Auswahl in der Oberstufe

Die Landeselternvertretung der Gymnasien im Saarland freut sich über die Ankündigung des Bildungsministeriums, die Vertiefungsmöglichkeiten in der Oberstufe flexibler zu gestalten. Die Vorsitzenden Dehner und Rödder werten dies auch als Erfolg ihrer Überzeugungsarbeit in den vergangenen Monaten. Die hohen Erwartungen an die aktuelle standardisierte Oberstufe haben sich nicht erfüllt, sondern zu einem Niveauverlust im Bereich der E-Kurse und einem Motivationsverlust der Schüler geführt. Insbesondere Schulen mit fachlichen Schwerpunkten wie Musik, Naturwissenschaften oder Sport können nach der Reform endlich ihre Schwerpunktfächer sinnvoll in der Oberstufe fortsetzen.

Auf Unverständnis stößt bei den Elternvertretern die Ankündigung einer verpflichtenden Nachprüfung bei einer Abweichung der Abiturnote von der Vornote. Freiwillige Nachprüfungen seien sinnvoll und werden gerne zum Ausgleich eines „Ausrutschers“ genutzt. Als absurd empfinden die Elternvertreter die zwangsweise Nachprüfung bei einem „zu guten“ schriftlichen Abiturergebnis. Bestraft werden auf diese Weise Schüler, die sich bei der Vorbereitung für das Abitur verstärkt motivieren konnten. Bestraft werden außerdem Schüler, die im schriftlichen Ausdruck besonders stark seien und dies bei der schriftlichen Prüfung beweisen konnten. Außerdem sind die saarländischen Schüler mit derzeit fünf Prüfungsfächern im Bundesvergleich schon besonders stark belastet. Eine möglicherweise verpflichtende sechste Prüfung benachteilige die saarländischen Schüler. Die LEV Gymnasien fordert deswegen den Erhalt der Freiwilligkeit im Bereich der Nachprüfungen.

(als Antwort auf den Artikel in der Saarbrücker Zeitung vom 25. Juli 2017: „Abiturienten bekommen mehr Auswahl“, gekürzt veröffentlicht in der Saarbrücker Zeitung vom 26. Juli 2017)