Mehr Pragmatismus in der Bildungspolitik: G8 oder G9?

Formen der „äußeren Schulorganisation“ werden kontrovers diskutiert. Oft wird unterstellt, alleine durch Umsetzung der einen Schulform könne man aktuelle Ansprüche an Bildung (z.B. Chancengleichheit, individuelle Förderung, Leistung, …) besser erfüllen als durch eine andere. Studienergebnisse weisen darauf hin, dass sich im Rahmen verschiedener Schulformen und zeitlicher Angebote erfolgreich unterrichten lässt. Letztendlich kommt es auf die individuelle Ausgestaltung, die Ressourcen und die pädagogischen Ansätze der Schulen an.

Umfragen in verschiedenen Bundesländern legen nahe, dass eine große Zahl von Eltern die verkürzte Gymnasialzeit G8 aus anderen Gründen als der oft unterstellten „Überforderung“ der Schüler ablehnen. Lebensentwurf-Präferenzen können dabei ebenso im Mittelpunkt der Überlegungen stehen wie der Wunsch nach hohen Leistungen unter guten Bedingungen oder die Forderung nach einer Ausweitung des gymnasialen Unterrichtsstoffes. Die Landeselternvertretung der Gymnasien plädiert für einen Umgang mit politischen Fragen der Schulform (Ganz- oder Halbtag, G8 oder G9 usw.), der angestrebte Ideale ebenso in den Blick nimmt wie Einschätzungen zur Machbarkeit und Haltungen zu gewünschten Lebensformen der betroffenen Familien.

Das achtjährige Gymnasium G8 wurde im Saarland als erstem westlichen Bundesland im Sommer 2001 eingeführt. Politisch motiviert wurde diese Entscheidung mit einer im internationalen Vergleich besonders langen Schul- und Studienzeit in Deutschland. G8 sollte den Schülern eine „bessere berufliche und persönliche Perspektive“ geben. Ob dieses Versprechen eingelöst werden konnte oder nicht, wird heftig diskutiert. Während die Schüler statistisch (etwas weniger als) ein Jahr früher in das Studium einsteigen, liefern Studien widersprüchliche Aussagen dazu, ob G8 die Entwicklung von Persönlichkeit, Gesundheit und Studierfähigkeit begünstigt oder verschlechtert. Für den Erhalt von G8 spricht, dass die Mehrbelastung durch eine erneute große bildungspolitische Umstellung vermieden und nach vielen Jahren erstmals Ruhe in das System einkehren kann. Der Verbleib bei G8 verhindert auch die Probleme, die die höhere Verweildauer jedes Schülers in G9 in den Schulen auslösen würde: Klassenräume und Turnhallen würden vielerorts bei gleichbleibender „Zügigkeit“ der Schulen nicht ausreichen. Durch die mutmaßlich größeren Oberstufenjahrgänge in G8 lässt sich außerdem ein flexibleres Kursangebot organisieren. Eine Wiedereinführung von G9 bedeutet zusätzlich einen sprunghaften Anstieg der Schülerzahl, wenn der erste Jahrgang in Klassenstufe 13 eintritt. Hier müsste mit großem zeitlichen Vorlauf die Versorgung mit Lehrkräften organisiert und der Umgang der Universitäten mit der entstehenden „Abiturientenlücke“ vorbereitet werden.

Das neunjährige Gymnasium G9 ist inzwischen in den meisten westlichen Bundesländern erneut eingeführt worden oder wird in Kürze erneut eingeführt. Für eine Rückkehr des Saarlandes zu G9 spricht, dass der Schulwechsel bei Umzügen zwischen den meisten Bundesländern erheblich vereinfacht würde. Die Wahrscheinlichkeit eines Studienabbruchs oder Studienfachwechsels scheint bei längerer Schulzeit verringert. Die langen G8-Schultage schränken nicht nur die Gestaltungsmöglichkeiten für den Nachmittag ein, sie sind auch nachteilig bei Krankheitstagen von Schülern bzw. Lehrern, da mehr Stoff in weniger Zeit nachgeholt werden muss. G9 bietet außerdem mehr Spielraum für eine Unterrichtsausdehnung, die angesichts des immer größer werdenden Wissens und neuer Herausforderungen wie der Digitalisierung zur Debatte steht. Darüber hinaus könnte G9 den Umgang mit zunehmender Heterogenität, Migration, Inklusion, unterschiedlichen Entwicklungsverläufen und Reifeprozessen der Schüler usw. dadurch erleichtern, dass zusätzliche Förderungen besser in den Alltag eingebaut werden können. Die gestreckte Schulzeit erleichtert die Integration von Auslandsaufenthalten und außerunterrichtlichen Betätigungen in Schülerlebensläufe.

Eine mögliche Wiedereinführung von G9 muss sorgfältig geplant werden. Der Blick auf betroffene Bundesländer zeigt, dass es verschiedene Herangehensweisen an die Fragen gibt, ob
– die Lehrpläne nur auf 9 Jahre ausgedehnt oder um neue Inhalte ergänzt werden sollen,
– besondere Entlastungen in Unter-, Mittel- oder Oberstufe geschaffen werden sollen,
– gezielte und begleitete „Überholspuren“ für G8-Schüler geschaffen oder das Überspringen von Klassenstufen erleichtert werden soll,
– die Einführung von Klasse 5 aufwärts erfolgen oder gleich mehrere Klassen der Unterstufe mit einschließen soll, usw.

Ein paralleles Angebot von G8 und G9 innerhalb des Saarlandes oder sogar in Form von Schulzweigen innerhalb saarländischer Gymnasien erhöht einerseits die Flexibilität des Systems und bietet Auswahlmöglichkeiten für unterschiedliche Bedürfnisse. Andererseits bedeutet es vermehrten Aufwand und Unruhe bei Umstellung und Organisation des laufenden Betriebs. Fraglich ist, ob Schulen vor Ort eine derart weitreichende Entscheidung alleine auf der Basis von Gesamt- und Schulkonferenz treffen dürfen. Die Landeselternvertretung spricht sich deswegen für eine einheitliche Lösung in der Frage der Schulzeitlänge aus. Die Möglichkeit von Sonderregelungen bleibt unbenommen – bereits jetzt gibt es beispielsweise am Gymnasium am Rotenbühl einen G9-Zweig, der an die Bedürfnisse der Sportschüler angepasst ist.

Formen flexibler Schulzeitgestaltung können geeignet sein, die Bedürfnisse verschiedener Schülergruppen in einem einheitlichen gymnasialen System zu berücksichtigen. Beispielsweise sieht das „Abitur im eigenen Takt“ (vgl. Baden-Württemberg) vor, in der Oberstufe Fächermodule über 2 bis 2,5 Jahre zu verteilen und die Abiturprüfungen ebenfalls zu entzerren. Ansätze zu flexiblen Schulzeitgestaltungen gibt es verschiedene. Für das Saarland sind solche Überlegungen im Zusammenhang mit den grundlegenden Entscheidungen bez. G8 oder G9 anzustellen und eventuell in Form von Modellschulen zu testen.

→ G8 und G9 bedeuten unterschiedlichen Vor- und Nachteile für die Schülerinnen und Schüler. Die Landeselternvertretung der Gymnasien plädiert für einen Umgang mit politischen Fragen der Schulform, der angestrebte Ideale ebenso in den Blick nimmt wie Einschätzungen zur Machbarkeit und Haltungen zu den gewünschten Lebensformen der betroffenen Familien.
→ Ein paralleles Angebot von G8 und G9 an Gymnasien innerhalb des Saarlandes oder sogar in Form von Schulzweigen innerhalb saarländischer Gymnasien lehnen die Elternvertreter ab.

Stellungnahmen und Pressemitteilungen der LEV Gymnasien zum Thema G8/G9 finden Sie hier:

Pressemitteilung vom Februar 2017
Pressemitteilung vom Januar 2017
– Zweite Pressemitteilung vom Janaur 2017
Pressemitteilung vom April 2016
Stellungnahme vom September 2015

Quellenanalyse

In den meisten Bundesländern ist in den letzten Jahren G8 eingeführt worden. Wissenschaftler untersuchen die Auswirkungen der Schulzeitverkürzung auf die betroffenen Schüler. Etliche der Studien werden wegen methodischer Probleme kritisiert. Die Ergebnisse sind teilweise widersprüchlich. Die Quellen stellen nur einen kleinen Ausschnitt der G8/G9-Analyse und -Debatte dar. Sie sind am unteren Ende der Seite aufgelistet. Der Zusammenhang beobachteter Veränderungen mit der Einführung von G8 kann nur vermutet werden – die Auswirkung anderer Änderungen im Leben der Schüler lassen sich nur schwer von denen der Schulzeitverkürzung trennen. Zu den Einflussfaktoren gehören neue Lehrpläne, neue Oberstufenstrukturen, der Wandel von der Wissensvermittlung zur fachlichen Kompetenzorientierung, ein Trend zur individuellen Schwerpunktsetzung, die zunehmende Betonung personaler und methodischer Kompetenzen, eine neue Vielfalt bei der Lehr- und Lernmethodik, erweiterter Raum für Kreativität und Investitionen in Integration und Inklusion.

Veränderungen von Leistung unter G8

– Studie: Die Leistungen in Mathematik werden schlechter (Quelle: B2013)
– Studie: Die Leistungen in Mathematik bleiben gleich (Quellen: D2013, H2012, H2013)
– Studie: Die Leistungen in Deutsch bleiben gleich (Quelle: B2013)
– Studie: Die Leistungen im Lesen werden besser (Quelle: H2012)
– Studie: Der Bedarf an Nachhilfe wächst (Quelle: C2010)
– Studie: Die Hausaufgabenmoral wird schlechter (Quelle: M2016)
– Studie: Es gibt keine Auswirkungen auf Studierfähigkeit, Studienmo­ti­va­tion und Abbruchwahrscheinlichkeit (Quelle: K2014B, M2013)
– Veröffentlichung: Deutsche Abiturienten verfügten möglicherweise über einen wichtigen Qualifikations­vor­sprung (besonders bei den Fremdsprachen) im Vergleich zum westlichen Ausland. Dieser könnte unter G8 verloren gehen. (Quelle: G2017)
– Veröffentlichung: Die Studierfähigkeit war unter G9 möglicherweise besser, da mehr Zeit für Wiederholung, Vertiefung, Durchdringung und Auslandsaufenthalte zur Verfügung stand. (Quelle: G2017)

Veränderungen von Persönlichkeitsentwicklung unter G8

– Studie: Schüler sind extrovertierter (Kinder arbeitender Mütter aber introvertierter) (Quelle: D2014)
– Studie: Schüler in Westdeutschland sind umgänglicher (Quelle: D2014)
– Studie: Schüler aus Migrantenfamilien sind pflichtbewusster (Quelle: D2014)
– Studie: Es gibt keine Veränderung in der Persönlichkeitsentwicklung (Quelle: B2011)
– Veröffentlichung: Durch G8 fallen Erwachsenwerden und Reifeprüfung zusammen, unter G9 werden erwachsene Schüler infantilisiert (Quelle: H2016)
– Veröffentlichung: Das gewonnene Jahr kann für die Persönlichkeitsentwicklung genutzt werden (Quelle: H2016)
– Veröffentlichung: Die Abiturienten unter G8 sind durch ihr junges Alter mit Zukunftsentscheidungen überfordert (Quelle: H2016)
– Veröffentlichung: Schüler unter G9 hatten mehr Zeit für die Persönlichkeitsbildung während der Schuljahre (Quelle: H2016)

Veränderungen des Gesundheitszustands unter G8

– Studie: Das Freizeitverhalten ändert sich nicht (Quelle: H2013B)
– Studie: Die empfundene Stress ändert sich nicht (Quelle: M2016B)
– Studie: Der empfundene Stress nimmt zu (Quelle: Q2015)
– Studie: Das Gefühl der Überlastung nimmt zu (Quelle: K2014)
– Studie: Das Gefühl von Wohlbefinden nimmt zu (Quelle: Q2015)

Veränderungen der Strukturen unter G8

– Studie: Das Alter deutscher Abiturienten gleicht sich anderen westlichen Industrienationen an (Quelle: H2015)
– Studie: Weibliche Abiturienten zögern den Studienbeginn hinaus (Quelle: M2012, B2013)
– Studie: Männliche Abiturienten wählen weniger Studienfächer in Naturwissenschaften und Mathematik (Quelle: M2012)
– Studie: Durch einen hohen Anstieg von Klassenwiederholungen in der Oberstufe sinkt das Alter der Abiturienten nur um durchschnittlich 10 statt 12 Monate (Quelle: H2015)
– Studie: Die Anzahl der Abiturienten ist unter G8 unverändert (Quelle: H2015)
– Veröffentlichung: Das deutsche G8 ist mit dem G8 im Ausland nicht zu vergleichen, da jenes oft ein niedrigeres Niveau hat bzw. um eine weitere Vorbereitung für ein Studium zu ergänzen ist (Quelle: K2013)
– Veröffentlichung: Unter G8 ist der Wechsel aus anderen Schulformen erschwert (Quelle: K2013)

Effekte von Schulzeitverlängerung

Jeder Wechsel der Schulzeitlänge hat finanzielle, strukturelle und personenbezogene Effekte, z.B.
– die Einführung neuer Schulbücher,
– die Erarbeitung neuer Lehrpläne,
– Änderungen der tageszeitlichen Abläufe,
– Verschiebungen in der Verteilung der Gesamtstundenzahl auf die Fachstunden,
– unterschiedlich lange Belegung der Schulgebäude pro Schüler,
– unterschiedliche Jahrgangsstärken (kürzere Schulzeiten lassen mehr Parallelklassen pro Jahrgang zu, was wiederum Auswirkungen auf Wechsel- und Wahlmöglichkeiten haben kann),
– usw.

Gesundheitliche Risiken bei Schülern und Lehrkräften

Einzelne Forschungsergebnisse weisen darauf hin, dass nicht die Dauer der Schulzeit, sondern schulorganisatorische und situative Bedingungen an einzelnen Schulen ausschlaggebend für die (zu große) Beanspruchung von Schülern und Lehrern sind (Quelle: B2002). Schüler empfinden als besonders belastend
– hohen Leistungsdruck und eigenes Anspruchsdenken,
– wenig engagierte Lehrer,
– ein negatives Schulklima,
– zu viele Hausaufgaben bzw. ein zu großes Lernpensum und
– die Sorge vor Zensuren.

Dagegen spielen beim Belastungserleben von Lehrkräften v.a. eine Rolle
– persönliche und familiäre Konstellationen,
– die Doppelbelastung durch Beruf und Familie,
– ein negatives Schulklima,
– lange häusliche Arbeitszeiten und
– Probleme im Schulalltag.

Einigen Wissenschaftlern erschien der gesundheitliche Zustand der Gymnasiasten und ihrer Lehrkräfte in allen untersuchten Klassenstufen und Schulformen (unabhängig von der Schulzeitlänge) durchgehend sehr beeinträchtigt. Sie fordern Mediziner, Pädagogen und Politiker auf, Strategien zum Gesundheitserhalt der Betroffenen zu entwickeln. (Quelle: M2010)

Quellen

B2002: O. Böhm-Kasper, H. Weishaupt: „Belastung und Beanspruchung von Lehrern und Schülern am Gymnasium“, Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, 2002
B2011: B. Büttner, H. Thiel, S. Thomsen: „Variation of learning intensity in late adolescence and the impact on noncognitive skills“, 2011
B2013: B. Büttner, S. Thomsen: „Are we spending too many years in school? Causal Evidence of the impact of shortening secondary school duration”, German Economic Review 16(1), 2013)
C2010: B. Cleuvers: „FiBS-Umfrage unter Nachhilfeanbietern: G8 steigert die Nachfrage nach Nachhilfe“, Forschungsinstitut für Bildungs- und Sozialökonomie (FiBS), idw, 2010)
D2013: K. Derr, R. Hübl, Z. Ahmed: „Online-Eingangstests und Lernmaterialien zur Studienvorbereitung Mathematik in den Ingenieurwissenschaften“, khdm-Report, Nr. 1, 2013 
D2014: S. Dahmann, S. Anger: „The Impact of Education on Personality: Evidence from a German High School Reform“, IZA DP No. 8139, April 2014
G2017: P. Guyton, T. Block: „Turbo-Abitur: Der große Flickenteppich“, Südwest Presse, 20.1.2017
H2012: Homuth: „Der Einfluss des achtjährigen Gymnasiums auf den Kompetenzerwerb“, Working Paper, Otto-Friedrich-Universität Bamberg, 2012
H2013: Hoppenbrock, S. Schreiber, R. Göller, R. Biehler, B. Büchler, R. HJochmuth, H-G. Rück: „Mathematik im Übergang Schule/Hochschule und im ersten Studienjahr“, extended abstracts zur 2. Khdm Arbeitstagung, 2013
H2013B: A. Hille, A. Arnold, J. Schupp: „Freizeitverhalten Jugendlicher: Bildungsorientierte Aktivitäten spielen eine immer größere Rolle“, DIW Wochenbericht, No. 40, Berlin, 2013
H2015: M. Huebener, J. Marcus: „Auswirkungen der G8-Schulzeitverkürzung: Erhöhte Zahl von Klassenwiederholungen, aber jüngere und nicht weniger Abiturienten“, DIW Wochenbericht Nr. 18.2015
H2016: M. Hartung, C. Siemes: „G8 gegen G9“, ZEIT ONLINE, 27. Oktober 2016
K2013: S. Kühn, I. van Ackeren, G. Bellenberg, C. Reintjes, G. im Brahm: „Wie viele Schuljahre bis zum Abitur? Eine multiperspektivische Standortbestimmung im Kontext der aktuellen Schulzeitdebatte“, Zeitschrift für Erziehungswissenschaft 16, 2013
K2014: K. Klemm: „Expertise zur Diskussion um die Dauer der gymnasialen Schulzeit in Bayern“, Essen, 2014
K2014B: S. Kühn: „Sind 12 Schuljahre ausreichend für den Zugang zur Hochschule? Der doppelte Abiturjahrgang aus empirischer Perspektive“, Beiträge zur Hochschulforschung, 36. Jahrgang, 3/2014
M2010: A. Milde-Busch, A. Blaschek, I. Borggräfe, R. von Kries, A. Straube, F. Heinen: „Besteht ein Zusammenhang zwischen der verkürzten Gymnasialzeit und Kopfschmerzen und gesundheitlichen Belastungen bei Schülern im Jugendalter?“, 2010
M2012: T. Meyer, S. Thomsen: „How important is secondary school duration for post-school education decisions? Evidence from a natural experiment”, NIW Hannover, 2012
M2013: T. Meyer, S. Thomsen: “Are 12 years of schooling sufficient preparation for university education? Evidence from the reform of secondary school duration in Germany”, NIW Discussion Paper No 8, 2013/2014
M2016: H.-P. Meidinger: „Abschied vom G8“, Leitartikel gib, 2016
M2016B: M. Minkley, M. Rest, S. Terstegen, W. Kirchner, O. Wolf: „Mehr Stress durch G8? Akute und chronische Stressbelatsung von Abiturienten mit regulärer und verkürzter Gymnasialzeit“, Bochum, 2016
Q2015:  J. Quis: „Does higher leraning intensity affect student well-being? Evidence from the National Educational Panel study“, Bamberg, Working Paper No 94, 2015

Zum Weiterlesen auch: Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e.V.: „DIW Roundup – Empirische Befunde zu Auswirkungen der G8-Schulzeitverkürzung“, 2015

Quellen zur Stellungnahme:

O. Böhm-Kasper, H. Weishaupt: Belastung und Beanspruchung von Lehrern und Schülern am Gymnasium, Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, 2002

P. Brammer, M. Dahme, E. Dönges, F. Gelin, S. Goldmann, K. Modde, F. Schulz: G8 oder G9? Auswirkungen der verkürzten Schulzeit auf den schulischen und außerschulischen Alltag von Schülerinnen und Schülern: eine Befragung der Studierenden im ersten Fachsemester an der Georg-August-Universität Göttingen, 2013

B. Büttner, S. Thomsen: Are we spending too many years in school? Causal Evidence of the impact of shortening secondary school duration, German Economic Review 16(1), 2013

S. Dahmann, S. Anger: The Impact of Education on Personality: Evidence from a German High School Reform, IZA DP No. 8139, April 2014

M. Huebener, J. Marcus: Auswirkungen der G8-Schulzeitverkürzung: Erhöhte Zahl von Klassenwiederholungen, aber jüngere und nicht weniger Abiturienten, DIW Wochenbericht Nr 18.2015, 2015

M. Huebener, J. Marcus: Moving up a Gear: The Impact of Compressing Instructional Time into Fewer Years of Schooling, DIW Berlin Discussion Papers 1450, 2015

K. Klemm: Expertise zur Diskussion um die Dauer der gymnasialen Schulzeit in Bayern, Abitur im eigenen Takt. Die flexible Oberstufe zwischen G8 und G9, 9. Jg., S. 84-111, 2014

S. Kühn, I. van Ackeren, G. Bellenberg, C. Reinjes, G. im Brahm: Wie viele Schuljahre bis zum Abitur? Eine multiperspektivische Standortbestimmung im Kontext der aktuellen Schulzeitdebatte, Zeitschrift für Erziehungswissenschaften 16, 2013

J. Marcus, V. Zambre: Folge der G8-Schulreform: Weniger Abiturientinnen und Abiturienten nehmen ein Studium auf, DIW-Wochenbericht, 84. Jg., Nr. 21, S. 418-426, 2017

R. Meyer, S. Thomsen: How important is secondary school duration for post-school education decisions? Evidence from a natural experiment, NIW Hannover, 2012

R. Meyer, S. Thomsen: Are 12 years of schooling sufficient preparation for university education? Evidence from the reform of secondary school duration in Germany, NIW Discussion Paper No 8, 2013/2014

A. Milde-Busch, A. Blaschek, I. Borggräfe, R. Von Kries, A. Straube, F. Heinen: Besteht ein Zusammenhang zwischen der verkürzten Gymnasialzeit und Kopfschmerzen und gesundheitlichen Belastungen bei Schülern im Jugendalter?, Klinische Pädiatrie, 222. Jg., Nr. 04, 2010

N. Minkley, M. Rest, S. Terstegen, W. Kirchner, O. Wolf: Mehr Stress durch G8? Akute und chronische Stressbelastung von Abiturienten mit regulärer und verkürzter Gymnasialzeit, Zeitschrift für Entwicklungspsychologie und Pädagogische Psychologie, 2015.

J. Quis: Does higher learning intensity affect student well-being? Evidence from the National Educational Panel study, Bamberg, Working Paper No 94, 2015

Das achtjährige Gymnasium im Saarland: Kürzere Schulzeit – bessere Chancen, Broschüre, Ministerium für Bildung, Kultur und Wissenschaft, Saarland, 2001

H. Thiel, S. Thomsen, B. Büttner: Variation of learning intensity in late adolescence and the effect on personality traits, Journal of the Royal Statistical Society: Series A (Statistics in Society), 177. Jg., Nr. 4, S. 861-892, 2014

L. Wößmann, P. Lergetporer, F. Kugler, K. Werner: Was die Deutschen über die Bildungspolitik denken – Ergebnisse des ersten ifo Bildungsbarometers, ifo Schnelldienst, 67. Jahrgang, 18, 2014