Die LEV der Gymnasium des Saarlandes setzt neue Schwerpunkte

Die neue Landeselternvertretung an Gymnasien (LEV Gym) hat ihre Arbeit aufgenommen. „Dabei verstehen wir uns nicht allein als Sprachrohr der Erziehungsberechtigten“, sagte Katja Oltmanns, die neue Vorsitzende der LEV Gym, „wir sehen uns vielmehr als Interessenvertretung der Schulform Gymnasium als Ganzes. Die Bedeutung des Gymnasiums für die saarländische Bildungslandschaft darf nicht weiter ausgehöhlt werden. Im Gegenteil. Wir fordern eine inhaltliche Anpassung an die Anforderungen der modernen Gesellschaft und eine optimale Ausstattung aller Gymnasien sowohl in personeller als auch technischer Hinsicht. Gymnasien sind kein Relikt der bildungspolitischen Steinzeit, sie müssen vielmehr weiter als das Faustpfand für die moderne Bildung im Saarland angesehen und dementsprechend unterstützt werden. Bildung ist Zukunft und wer versucht, die gymnasiale Bildung zu untergraben, gefährdet damit langfristig die Zukunft des Landes.“

Auf der ersten Arbeitssitzung der neuen LEV Gym stellte der Vorstand seine Pläne für eine landesweite Umfrage unter den Eltern der Gymnasiastinnen und Gymnasiasten vor. „Wir wollen von den Beteiligten direkt erfahren, wo heute der Schuh drückt und wo die Erziehungsberechtigten Zukunftsthemen des Gymnasiums sehen“, so Oltmanns weiter. Auch die Frage nach einem acht- oder neunjährigen Gymnasium werde sich in diesem Zusammenhang erneut stellen. Darüber hinaus hat man erste Arbeitsgruppen gebildet, die sich mit Themen wie Unterrichtsentfall und Personalisierung beschäftigen.

Auch will der Vorstand in einer „Rundreise“ die Elternvertretungen aller saarländischen Gymnasien besuchen und für eine intensive Zusammenarbeit werben. „Elternvertretung ist mehr als Kuchenverkauf am Tag der offenen Tür“, sagte Oltmanns.

Die erste Amtshandlung des neuen Vorstands ist die Forderung nach einer Änderung im Schulmitbestimmungsgesetz. „Die hier vom Ministerium festgelegten Fristen und die teilweise lasche Handhabung der Meldungen der Delegierten durch die einzelnen Schulen hat dazu geführt, dass sich die LEV erst im Januar konstituieren und Anfang Februar erst ihre Arbeit aufnehmen konnte. Das sind fünf oder gar sechs Monate nach Beginn des Schuljahres“, sagte Patric Cordier, der neue 2. Vorsitzende der LEV Gym, „es gab sogar Stimmen, die von einer absichtlichen Behinderung der Elternarbeit gesprochen haben. Soweit wollen wir nicht gehen. Dennoch muss der Bildungsminister und die Landesregierung hier das Gesetz deutlich klarer formulieren und seine Umsetzung stringenter handhaben.“ Dass auch das Bildungsministerium bei der Meldung und Besetzung der Delegierten für verschiedene Landesfachkonferenzen offenbar geschlampt hat, zeige die Notwenigkeit einer Gesetzesanpassung.

Die neue Landeselternvertretung will künftig „klare Kante“ zeigen. „Die LEV Gym hat sich neu aufgestellt und will mit ihren Schwerpunkten in Zukunft deutlicher erkennbar sein“, sagte Cordier, „dazu werden wir zeitnah auch Gespräche mit den anderen Akteuren auf diesem Feld aufnehmen wie beispielsweise dem Phililogenverband, der Vereinigung der Oberstufendirektoren und der Schülervertretung. Aber wir werden sicher auch über den Tellerrand hinaus schauen.“

Gez.  Vorstand LEV Gymnasien
Katja Oltmanns, Patric Cordier

Download als PDF: Pressemitteilung_LEV Febr.2019