Dezember 2017 Stellungnahme der LEV Gymnasien zum Thema „Inklusion“

Stellungnahme der Landeselternvertretung Gymnasien zum Thema „Inklusion“

Auf der Delegiertenversammlung im Dezember 2017 wurde die Stellungnahme der Landeselternvertretung zum Thema „Inklusion“ verabschiedet, die heruntergeladen werden kann. 2017-LEV-Gym-Inklusion

Kurzform:

  • An Gymnasien sind bis zum Abitur Behinderungen sowohl im Unterrichtsalltag als auch bei Prüfungen zu berücksichtigen.
  • Saarländische Gymnasien müssen schrittweise zu barrierefreien Schulen ausgebaut werden.
  • Jedes saarländische Gymnasium benötigt eine Fachleiterstelle für Inklusion, ein Inklusionskonzept, mehr Deputatsstunden für die Lehrkräfte sowie nach Bedarf Doppelbesetzungen inklusiver Klassen.
  • In Einzelfällen müssen Möglichkeiten eröffnet werden, das Abitur im geschützten Raum außerhalb großer Klassengemeinschaften abzulegen.
  • Die Einschränkung inhaltlicher Leistungen, die entweder kompensierbar ist oder von geringer Relevanz für den anvisierten Bildungsgang, sollte bis zum Abitur ermöglicht und auf den Zeugnissen vermerkt werden. Insbesondere sind die Regelungen zum Umgang mit Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten zu überprüfen.
  • Die Diagnose von Behinderungen ist durch Ärzte oder Schulpsychologen zu leisten, im Landesrecht zu regeln und muss bindend für die Schulen sein.
  •  Die Anerkennung von Behinderungen durch die Schule soll festgelegten transparenten Routinen folgen. Die Eltern müssen unaufgefordert über ihre Rechte (Beistand, Anhörung, Einsicht, Begründung der Entscheidungen) informiert werden.
  • Die Ausgestaltung der Nachteilsausgleiche sollte individuell durch einen Schulpsychologen erfolgen und für die Schule bindend sein.
  • Eltern sind auf die Überprüfbarkeit der schulischen und ministeriellen Entscheidungen explizit hinzuweisen.
  • Intensive Kommunikation zwischen Schule und Elternhaus stellt einen wichtigen Beitrag dar beim Aufbau einer konstruktiven Erziehungs- und Bildungspartnerschaft, die beim Umgang mit Heterogenität besonders wichtig wird.