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Die Abiturnote spielt in Deutschland beim Wettbewerb um Studienplätze eine große Rolle. Gerechtigkeit bei der Vergabe von Bildungschancen setzt voraus, dass die hinter den Noten stehenden Kenntnisse, Fähigkeiten und Leistungen vergleichbar sind. Im Rahmen schrittweiser Vereinbarungen der Kultusministerkonferenz gleichen die Bundesländer seit einigen Jahren Lehrpläne, Oberstufenstrukturen und Abiturprüfungen aneinander an. Die Unterschiede sind (Stand 2016) noch groß:

Abiturprüfungen in den Bundesländern
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Die Abiturprüfung im Saarland erscheint mit vier schriftlichen und einer mündlichen Prüfung (und ohne die besondere Lernleistung als Ersatz einsetzen zu können) im Vergleich der Bundesländer besonders anspruchsvoll. 

Vorschlag der LEV Gymnasien: Die Zahl der Prüfungen sollte entsprechend der Vorgaben der KMK und der Handhabung in etlichen anderen Bundesländern auf insgesamt vier (drei schriftliche, eine mündliche) reduziert werden. Für den Fall, dass im Saarland fünf Abiturprüfungen erhalten bleiben, sollte eine davon durch eine besondere Lernleistung ersetzt werden können, wie in den meisten anderen Ländern üblich. Mündliche Nachprüfungen sollten freiwillig oder nur bei Gefahr des Nicht-Bestehens erfolgen.

Auswahlmöglichkeiten für Vertiefungen in den Bundesländern
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Die Vorgaben der Bundesländer für die Anzahl und die Auswahl von E- bzw. Leistungskursen gehen stark auseinander. Im Saarland sind zwei fünfstündige E-Kurse aus einer Gruppe von drei Aufgabenfeldern zu wählen.

Vorschlag der LEV Gymnasien: Die LEV Gymnasien schlägt einen Kompromiss zwischen vertiefter Allgemeinbildung und individueller Schwerpunktsetzung vor. Es sollten drei fünfstündige E-Kurse gewählt werden, bei denen zwei wie bisher aus der Menge (DE,MA,FS) stammen müssen. Ein zusätzlicher E-Kurs zur Profilbildung kann aus der Menge aller Fächer stammen. Zur Abiturprüfung wird dann einer der E-Kurse zum G-Kurs abgestuft.

Vorschlag der LEV Gymnasien für eine neue Kursauswahl in der Oberstufe
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Unser Vorschlag ist darauf ausgerichtet

  1. möglichst nah am vorhandenen System GOS zu bleiben, um die Umstellungsarbeit in Grenzen zu halten (dabei ist die ab 2019 verpflichtende maximale Dreistündigkeit der G-Kurse vorweggenommen),
  2. der vertieften Allgemeinbildung durch die Wahl von zwei E-Kursen aus den Kernfächern zu dienen und
  3. die individuelle Schwerpunktsetzung durch freie Wahl eines dritten E-Kurses zu erlauben in Kombination mit der Möglichkeit, einen der drei E-Kurse vor der Abiturprüfung zum G-Kurs abzustufen. 

Die vorliegenden 19 Wahlmodelle zeigen mit den gelb markierten Feldern jeweils die Aufgabenfelder, aus denen E-Kurse kombiniert werden können. Aus den Pflichtbereichen muss jeweils ein Kurs belegt werden. Ist als Gesellschaftswissenschaft NICHT Geschichte gewählt, muss dieses Fach außerdem noch als zwei- oder dreistündiger Kurs belegt werden. Die noch übrigen Reststunden bis zu einer Wochenstundenzahl von 34 können beliebig aus dem Angebot der Schule belegt werden.

Die komplette Stellungnahme der Landeselternvertretung der Gymnasien zum Thema GOS kann man hier herunterladen.