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Mobbing: Was kann man tun?

Was Eltern tun können:

Nehmen Sie Ihr Kind ernst. Sprechen Sie mit Ihrem Kind über Details der Erlebnisse und über seine Gefühle. Schenken Sie Ihrem Kind Zuwendung und versichern Sie ihm, dass an ihm nichts falsch oder schlecht ist. Stärken Sie sein Selbstwertgefühl.
Mobbingopfer sind nicht verantwortlich für Mobbing. Wenn sich die Lage für Ihr Kind etwas stabilisiert hat, können Sie zusammen überlegen, ob es selber etwas tun kann, um soziale Spannungen abzubauen. Vermitteln Sie Ihrem Kind die Gewissheit, dass Sie zusammen eine Lösung für die Situation finden werden.
Sprechen Sie aber auch über mögliche andere Interpretationen der Vorgänge. Bedenken Sie, dass die Wiedergabe von Erfahrungen bei allen Menschen durch Emotionen gefärbt ist. Situationen können von verschiedenen Beteiligten recht unterschiedlich wahrgenommen werden. Besonders nach erlebten Kränkungen kann die Bereitschaft erhöht sein, eine Aussage als Angriff zu verstehen oder hinter einer Ungeschicklichkeit böse Absicht zu vermuten. Sprechen Sie mit Mitschülern, Eltern oder Lehrern Ihres Vertrauens, die Ihnen eine andere Sicht auf die Dinge schildern können.
Nehmen Sie Ihr Kind ernst. Sprechen Sie mit Ihrem Kind über Details der Erlebnisse und über seine Gefühle. Schenken Sie Ihrem Kind Zuwendung und versichern Sie ihm, dass an ihm nichts falsch oder schlecht ist. Stärken Sie sein Selbstwertgefühl. Mobbingopfer sind nicht verantwortlich für Mobbing. Wenn sich die Lage für Ihr Kind etwas stabilisiert hat, können Sie zusammen überlegen, ob es selber etwas tun kann, um soziale Spannungen abzubauen. Vermitteln Sie Ihrem Kind die Gewissheit, dass Sie zusammen eine Lösung für die Situation finden werden. Sprechen Sie aber auch über mögliche andere Interpretationen der Vorgänge. Bedenken Sie, dass die Wiedergabe von Erfahrungen bei allen Menschen durch Emotionen gefärbt ist. Situationen können von verschiedenen Beteiligten recht unterschiedlich wahrgenommen werden. Besonders nach erlebten Kränkungen kann die Bereitschaft erhöht sein, eine Aussage als Angriff zu verstehen oder hinter einer Ungeschicklichkeit böse Absicht zu vermuten. Sprechen Sie mit Mitschülern, Eltern oder Lehrern Ihres Vertrauens, die Ihnen eine andere Sicht auf die Dinge schildern können.
Machen Sie Pläne mit Ihrem Kind, wie es besonders schwierige Situationen vermeiden kann. Besprechen Sie mit ihm, wer in der Schule um Hilfe gebeten werden kann (Lehrkräfte, Mitschüler). Klären Sie, ob besonders problematische Plätze (auf dem Schulhof, dem Schulweg usw.) gemieden werden können oder ob es Vertraute mitnehmen kann.
Fordern Sie Ihr Kind nicht zu Verhaltensänderungen (Zurückschlagen, schlagfertige Antworten geben) auf, die seinem Naturell nicht entsprechen. Unabhängig vom Mobbing kann es aber sinnvoll sein, gezielt das Selbstwertgefühl Ihres Kindes zu stärken. Ermöglichen Sie Ihrem Kind außerhalb der Schule Beschäftigungen in einem geschützten Raum, in dem es Erfolgserlebnisse hat (Sport, Musik, Kunst, Jugendgruppen, Freunde ...). 
Machen Sie Pläne mit Ihrem Kind, wie es besonders schwierige Situationen vermeiden kann. Besprechen Sie mit ihm, wer in der Schule um Hilfe gebeten werden kann (Lehrkräfte, Mitschüler). Klären Sie, ob besonders problematische Plätze (auf dem Schulhof, dem Schulweg usw.) gemieden werden können oder ob es Vertraute mitnehmen kann. Fordern Sie Ihr Kind nicht zu Verhaltensänderungen (Zurückschlagen, schlagfertige Antworten geben) auf, die seinem Naturell nicht entsprechen. Unabhängig vom Mobbing kann es aber sinnvoll sein, gezielt das Selbstwertgefühl Ihres Kindes zu stärken. Ermöglichen Sie Ihrem Kind außerhalb der Schule Beschäftigungen in einem geschützten Raum, in dem es Erfolgserlebnisse hat (Sport, Musik, Kunst, Jugendgruppen, Freunde …). 
Bedenken Sie, dass Mobbing in der Schule vor allem dort abläuft, wo Lehrer keinen Einblick haben … in kleinen und großen Pausen, auf den Fluren, durch leises Tuscheln, Gesten und Blicke, die der Lehrer nicht sieht. Wenn der Lehrer selbst keine Anhaltspunkte für Mobbing sieht, fertigen Sie für einige Zeit mit Ihrem Kind ein Mobbingtagebuch (Daten, Vorfälle, Zeugen) als Beleg an.
Besuchen Sie mit Ihrem Kind einen Kinderarzt, Jugendpsychologen oder den schulpsychologischen Dienst. Lassen Sie sich ein Attest ausstellen über die psychischen und physischen Beschwerden.
Bedenken Sie, dass Mobbing in der Schule vor allem dort abläuft, wo Lehrer keinen Einblick haben … in kleinen und großen Pausen, auf den Fluren, durch leises Tuscheln, Gesten und Blicke, die der Lehrer nicht sieht. Wenn der Lehrer selbst keine Anhaltspunkte für Mobbing sieht, fertigen Sie für einige Zeit mit Ihrem Kind ein Mobbingtagebuch (Daten, Vorfälle, Zeugen) als Beleg an. Besuchen Sie mit Ihrem Kind einen Kinderarzt, Jugendpsychologen oder den schulpsychologischen Dienst. Lassen Sie sich ein Attest ausstellen über die psychischen und physischen Beschwerden.
Bereiten Sie das Gespräch mit dem Lehrer sorgfältig vor. Akzeptieren Sie eine andere Sichtweise auf das Geschehen. Bleiben Sie ruhig, auch wenn es Sie mitnimmt, dass Ihr Kind leidet und Sie selbst betroffen sind. Wenn Sie fest überzeugt von einem Mobbinggeschehen sind, fordern Sie standhaft Unterstützung von der Lehrkraft ein. Fertigen Sie ein Gedächtnisprotokoll des Gesprächs an. 
Bereiten Sie das Gespräch mit dem Lehrer sorgfältig vor. Akzeptieren Sie eine andere Sichtweise auf das Geschehen. Bleiben Sie ruhig, auch wenn es Sie mitnimmt, dass Ihr Kind leidet und Sie selbst betroffen sind. Wenn Sie fest überzeugt von einem Mobbinggeschehen sind, fordern Sie standhaft Unterstützung von der Lehrkraft ein. Fertigen Sie ein Gedächtnisprotokoll des Gesprächs an. 
Falls Sie vom Klassenlehrer keine Hilfe erhalten, kann das mehrere Gründe haben. Womöglich fehlt der Lehrkraft ein überzeugender Beleg für Mobbing, sie fühlt sich von der Situation überfordert oder nicht zuständig für die Bearbeitung. Sie können sich auch bei der Elternvertretung, der Schuldirektion, dem schulpsychologischen Dienst oder an dem Schulamt Hilfe holen.  
Falls Sie vom Klassenlehrer keine Hilfe erhalten, kann das mehrere Gründe haben. Womöglich fehlt der Lehrkraft ein überzeugender Beleg für Mobbing, sie fühlt sich von der Situation überfordert oder nicht zuständig für die Bearbeitung. Sie können sich auch bei der Elternvertretung, der Schuldirektion, dem schulpsychologischen Dienst oder an dem Schulamt Hilfe holen.  
Mobbing selbst gilt nicht als Straftat (Stand 2016). Sollte es aber gravierende Übergriffe geben, die als Straftatbestände gelten, können Sie sich an einen Anwalt wenden. Bei Beleidigung, übler Nachrede, Verleumdung, Erpressung, Nötigung und Körperverletzung können strafmündige Jugendliche zur Rechenschaft gezogen werden. Bei jüngeren Kindern kann sich das Jugendamt einschalten. 
Mobbing selbst gilt nicht als Straftat (Stand 2016). Sollte es aber gravierende Übergriffe geben, die als Straftatbestände gelten, können Sie sich an einen Anwalt wenden. Bei Beleidigung, übler Nachrede, Verleumdung, Erpressung, Nötigung und Körperverletzung können strafmündige Jugendliche zur Rechenschaft gezogen werden. Bei jüngeren Kindern kann sich das Jugendamt einschalten. 
Selbst wenn die beobachteten Konflikte nicht als Mobbing definiert werden können, ist womöglich gezieltes Eingreifen geboten. Häufige Konflikte ohne sinnvolle Konfliktlösungen können sich zu einem Mobbingprozess entwickeln. Deswegen ist es sinnvoll, vorbeugend mit dem Kind und eventuell Unterstützern aus der Schule an Lösungsstrategien zu arbeiten.
Selbst wenn die beobachteten Konflikte nicht als Mobbing definiert werden können, ist womöglich gezieltes Eingreifen geboten. Häufige Konflikte ohne sinnvolle Konfliktlösungen können sich zu einem Mobbingprozess entwickeln. Deswegen ist es sinnvoll, vorbeugend mit dem Kind und eventuell Unterstützern aus der Schule an Lösungsstrategien zu arbeiten.

 Was Lehrer tun können:

Mobbing findet in den Nischen des Systems statt. Es besteht oft aus der Summe von Einzelhandlungen, die isoliert betrachtet harmlos wirken und erst durch die Gesamtheit ihre schädliche Wirkung entfalten. Machen Sie sich bewusst, dass Täter im Vorteil sind, weil sie nur dann agieren, wenn sie keine nachteiligen Auswirkungen befürchten müssen. Täter sind oft sozial kompetent und integriert. Opfer wirken dagegen - da sie unter hoher emotionaler Last agieren - unausgeglichen, distanziert oder aggressiv.
Mobbing findet in den Nischen des Systems statt. Es besteht oft aus der Summe von Einzelhandlungen, die isoliert betrachtet harmlos wirken und erst durch die Gesamtheit ihre schädliche Wirkung entfalten. Machen Sie sich bewusst, dass Täter im Vorteil sind, weil sie nur dann agieren, wenn sie keine nachteiligen Auswirkungen befürchten müssen. Täter sind oft sozial kompetent und integriert. Opfer wirken dagegen – da sie unter hoher emotionaler Last agieren – unausgeglichen, distanziert oder aggressiv.
Befragen Sie das vermutete Opfer und die vermuteten Täter zu den Vorkommnissen. Versuchen Sie, die Grenze zwischen Spaß, normalem Streit und Mobbing zu erkennen. Der Begriff "Mobbing" kann leichtfertig für andere Arten von Konflikten ins Spiel gebracht werden - Mobbingvorwürfe können außerdem zielgerichtet eingesetzt werden, um andere unter Druck zu setzen. Entsprechend müssen die Vorfälle sorgfältig geprüft werden. Fakten müssen gesichert und Aussagen protokolliert werden. Zeugen sollten gesucht werden. Mobbing, das nicht eingedämmt wird, weitet sich oft auch über Klassengrenzen hinweg aus.
Befragen Sie das vermutete Opfer und die vermuteten Täter zu den Vorkommnissen. Versuchen Sie, die Grenze zwischen Spaß, normalem Streit und Mobbing zu erkennen. Der Begriff „Mobbing“ kann leichtfertig für andere Arten von Konflikten ins Spiel gebracht werden – Mobbingvorwürfe können außerdem zielgerichtet eingesetzt werden, um andere unter Druck zu setzen. Entsprechend müssen die Vorfälle sorgfältig geprüft werden. Fakten müssen gesichert und Aussagen protokolliert werden. Zeugen sollten gesucht werden. Mobbing, das nicht eingedämmt wird, weitet sich oft auch über Klassengrenzen hinweg aus.
Bei der Intervention führt der "gesunde Menschenverstand" Helfer manchmal aufs Glatteis. Fehler können aber das Mobbinggeschehen verschlimmern. Holen Sie sich deswegen Hilfe von Experten. Möglicherweise gibt es in Ihrer Schule Kollegen, die für die Bearbeitung von Mobbingfällen ausgebildet sind. Auch Kollegen, die dieselbe Klasse unterrichten, die Schulleitung, Sozialarbeiter oder der schulpsychologische Dienst können Sie unterstützen. Die Bearbeitung von Mobbing ist langwierig und benötigt Ausdauer. Auch wenn eine vollständige Auflösung des Mobbingprozesses vielleicht nicht in Ihrer Macht liegt, ist es wichtig, dem Mobbingopfer zu zeigen, dass es durch die Schule unterstützt wird.
Bei der Intervention führt der „gesunde Menschenverstand“ Helfer manchmal aufs Glatteis. Fehler können aber das Mobbinggeschehen verschlimmern. Holen Sie sich deswegen Hilfe von Experten. Möglicherweise gibt es in Ihrer Schule Kollegen, die für die Bearbeitung von Mobbingfällen ausgebildet sind. Auch Kollegen, die dieselbe Klasse unterrichten, die Schulleitung, Sozialarbeiter oder der schulpsychologische Dienst können Sie unterstützen. Die Bearbeitung von Mobbing ist langwierig und benötigt Ausdauer. Auch wenn eine vollständige Auflösung des Mobbingprozesses vielleicht nicht in Ihrer Macht liegt, ist es wichtig, dem Mobbingopfer zu zeigen, dass es durch die Schule unterstützt wird.
Einmal etabliertes Mobbing ist leider sehr schwer zu beenden. Oft gelingt es nicht. Viele Mobbingopfer verlassen ihre Schule und geben damit den Tätern die letzte Gewissheit, mit Gewalt zum Ziel zu kommen. 
Ihre größte Chance als Lehrkraft liegt in der Prävention. Arbeiten Sie an einer guten Atmosphäre in Ihrer Klasse. Unterbinden Sie herabwürdigende Äußerungen zwischen den Schülern oder Gelächter bei Fehlern. Ihr Verhalten als Vorbild kann auf das Schülerverhalten positiv abfärben. Allgemein wirkt sich eine gute Beziehung zwischen Lehrkraft und Klasse gewaltmindernd auf das Verhalten aller Schüler aus.
Einmal etabliertes Mobbing ist leider sehr schwer zu beenden. Oft gelingt es nicht. Viele Mobbingopfer verlassen ihre Schule und geben damit den Tätern die letzte Gewissheit, mit Gewalt zum Ziel zu kommen.  Ihre größte Chance als Lehrkraft liegt in der Prävention. Arbeiten Sie an einer guten Atmosphäre in Ihrer Klasse. Unterbinden Sie herabwürdigende Äußerungen zwischen den Schülern oder Gelächter bei Fehlern. Ihr Verhalten als Vorbild kann auf das Schülerverhalten positiv abfärben. Allgemein wirkt sich eine gute Beziehung zwischen Lehrkraft und Klasse gewaltmindernd auf das Verhalten aller Schüler aus.
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